Deutschland hat schon viele wirtschaftliche Veränderungen erfolgreich gemeistert. Auch die aktuellen Herausforderungen sind lösbar – wenn Politik Zukunft gestaltet, statt nur auf Veränderungen zu reagieren.
Ein häufig missverstandener Begriff
Der Begriff „Deindustrialisierung" wird häufig verwendet und erzeugt bei vielen Menschen Sorgen um Arbeitsplätze und Wohlstand. Diese Sorgen sollte Politik ernst nehmen.
Doch Deindustrialisierung geschieht nicht automatisch.
Sie entsteht dann, wenn neue Technologien, neue Unternehmen und neue Industrien anderswo entstehen, weil die politischen Rahmenbedingungen dort attraktiver sind.
Die Aufgabe der Politik ist deshalb nicht, den Wandel aufzuhalten. Ihre Aufgabe ist es, den Wandel erfolgreich zu gestalten.
Automobilindustrie
Die deutsche Automobilindustrie bleibt auch künftig eine der wichtigsten Industrien unseres Landes.
Studien gehen davon aus, dass sie langfristig mehrere hunderttausend Menschen beschäftigen wird.
Gleichzeitig verändern sich Berufsbilder.
Weniger Arbeitsplätze entstehen künftig beispielsweise im klassischen Verbrennungsmotor. Dafür wachsen Bereiche wie:
Die Industrie entwickelt sich weiter – genau wie sie es in den vergangenen Jahrzehnten immer getan hat.
Zukunftsbranchen
Deutschland verfügt über hervorragend ausgebildete Fachkräfte.
Viele Fähigkeiten aus dem Maschinenbau oder der Automobilindustrie werden auch in neuen Zukunftsbranchen benötigt.
Der Ausbau von Wind- und Solarenergie schafft langfristig Arbeitsplätze in Planung, Bau, Betrieb und Wartung – in allen Regionen Deutschlands.
Batterien sind Schlüsseltechnologie für Mobilität und Energiespeicherung. Wer sie hier entwickelt und produziert, sichert industrielle Wertschöpfung im Land.
Ohne Chips funktioniert kaum ein modernes Produkt. Neue Produktionsstandorte in Europa schaffen hochqualifizierte Arbeitsplätze und stärken unsere Unabhängigkeit.
KI wird viele Branchen verändern. Wer sie aktiv mitgestaltet, schafft Arbeitsplätze in Forschung, Entwicklung und Anwendung – vom Mittelstand bis zur Industrie.
Deutscher Maschinenbau und Robotik gehören zu unseren Stärken. Mit intelligenter Automatisierung entstehen neue, anspruchsvolle Berufsbilder.
Eine alternde Gesellschaft braucht bessere Medizintechnik. Deutschland hat hier eine starke industrielle Basis, die weiter wachsen kann.
Wasserstoff wird dort gebraucht, wo Strom allein nicht ausreicht – etwa in Stahl, Chemie und schwerem Verkehr. Ein wichtiger Baustein industrieller Zukunft.
Moderne Netze sind die Grundlage jeder Zukunftsindustrie. Ihr Ausbau schafft über Jahrzehnte Arbeitsplätze in Handwerk, Ingenieurwesen und Betrieb.
Der eigentliche Blickwinkel
Wirtschaft verändert sich ständig.
Neue Technologien ersetzen alte. Neue Unternehmen entstehen. Andere verschwinden.
Das ist kein Zeichen des Niedergangs, sondern Teil einer funktionierenden Marktwirtschaft.
Erfolgreiche Wirtschaftspolitik sorgt dafür, dass neue Wertschöpfung schneller entsteht als alte verloren geht.
Genau darin liegt die eigentliche Aufgabe des Staates.
Prioritäten
Kürzere Verfahren, damit Investitionen nicht in der Warteschlange stecken bleiben.
Bezahlbare, verlässliche Energie ist die Grundlage jeder industriellen Wertschöpfung.
Investitionen in Aus- und Weiterbildung, damit Menschen im Wandel Perspektiven behalten.
Grundlagen- und angewandte Forschung sind die Basis für die Industrien von morgen.
Einfachere Regeln entlasten vor allem den Mittelstand und junge Unternehmen.
Verkehr, Netze und digitale Infrastruktur müssen zuverlässig und zukunftsfähig sein.
Attraktive Rahmenbedingungen, damit neue Unternehmen hier entstehen und wachsen.
Verlässliche Rahmenbedingungen geben Unternehmen die Sicherheit, langfristig zu investieren.
Zum Abschluss
Deutschland besitzt hervorragende Unternehmen, innovative Menschen und eine starke industrielle Basis.
Unsere Aufgabe ist nicht, Veränderungen zu fürchten.
Unsere Aufgabe ist es, sie erfolgreich zu gestalten.
Wer Zukunftstechnologien fördert, Fachkräfte qualifiziert und Unternehmen gute Rahmenbedingungen bietet, schützt Arbeitsplätze und schafft neue Chancen.
Das ist keine Frage von Optimismus. Es ist gute Wirtschaftspolitik.
Mitmachen
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Jede Empfehlung bringt lösungsorientierte Politik zu mehr Menschen.
„Nicht Reichweite entscheidet über die Zukunft.
Sondern welche Ideen Menschen miteinander teilen."